In der Zeit vom 19. bis zum 27. Mai waren die Gastschüler aus Amiens in Emsdetten zu Gast. Es war bereits das dreißigste Mal, dass eine Schülergruppe aus dem Collège Jean-Marc Laurent die Reise zum Martinum antrat.
Schon in den Tagen vor der Ankunft der Gäste war den Schülern der Klasse 8 anzumerken, dass sie das Wiedersehen mit ihren Austauschpartner kaum erwarten konnten, auch wenn es erst 5 Wochen her war, dass sie sich in Amiens voneinander verabschiedet hatten. Am Donnerstag, den 19. Mai war es dann um 15.30 Uhr endlich soweit. Per Telefonkette wurde die Information über die baldige Ankunft der Freunde aus Frankreich weitergeleitet, so dass um 16 Uhr die Truppe vom Collège Jean-Marc Laurent bereits herzlich von den Martinumsschülern begrüßt werden konnte.
Nach einem Abend in der jeweiligen Gastfamilie wurden dann am Freitagmorgen die Gäste offiziell willkommen geheißen, zunächst von der Schulleitung des Martinums, anschließend im Rathaus von Emsdetten. Die Begrüßung am Martinum fand nicht wie gewöhnlich in der Caféteria, sondern im Foyer des statt - aus gutem Grund, denn im Rahmen dieser Begrüßung wurde auch eine Ausstellung anlässlich des 30. Jubiläums des Austausches eröffnet.
Die Ausstellung zeigt nicht nur Impressionen aus Amiens - insbesondere der bekannten Kathedrale - sondern auch Bilder von den Anfängen des Austauschess bis heute sowie viele Gruppenfotos. Zudem wurden die Sieger des Fotowettbewerbs gekürt, in dessen Rahmen die deutschen Schüler in Amiens Bilder in verschiedenen Kategorien gemacht hatten. Als Sieger dieses Wettbewerbs gingen Ronja Wilp, Dennis Voßkuhl und Pia Geisemann hervor.
Nach der Begrüßung durch die Schulleitung ging es gemeinsam mit den deutschen Austauschpartnern weiter ins Rathaus, wo die Gäste von der stellvertretenden Bürgermeisterin, Frau Haude, begrüßt wurden. Anhand eines Films konnten die französischen Schüler weitere Eindrücke über die Stadt Emsdetten sammeln. Anschließend ging es dann für die Franzosen nach Münster, während die deutschen Schüler zurück in den Unterricht gingen.
Nach einem Wochenende in den jeweiligen Gastfamilien - und vielen gemeinsamen Aktivitäten, die von den deutschen Schülern organisiert wurden - konnten sich die französischen Gäste am Montag ein Bild vom Unterricht am Martinum machen. Den gesamten Vormittag über verbrachten sie in den ihnen zugewiesenen Klassen. Während für die deutschen Schüler auch nachmittags noch Unterricht auf dem Plan stand, verbrachten die Gäste aus Amiens diese Zeit im Zentrum von Emsdetten, wo sie im Rahmen eines Stadtspiels ihre Kenntnisse über die Stadt vertieften.
Am Dienstag fuhr die französische Gruppe dann nach Gronau, um das Rock'n'Pop-Museum zu besichtigen. Anschließend ging es dann weiter ins niederländische Enschede, wo der Markt besucht wurde. Am darauffolgenden Tag stand dann ein gemeinsamer Tagesausflug der deutschen und französischen Schüler nach Köln auf dem Programm.
Nach einer Führung im Kölner Dom und einem Picknick am Rheinufer ging es in Deutsche Sport- und Olympia-Museum, in dem nicht nur eine Ausstellung über die Geschichte des Sports zu sehen ist, sondern in dem die Schüler sich auch selbst aktiv betätigen konnten. Besonders begeistern konnten sie die deutschen wie französischen Schüler für das Fahrradfahren im Windkanal sowie für die Tennis- und Fußballplätze auf dem Dach des Museums.
Den Donnerstagvormittag nutzen die Gäste dann ein letzten Mal dazu, Souvenirs und Mitbringsel für die Familien zu kaufen. Ihren letzten Nachmittag in Emsdetten verbrachten sie dann mit ihren Austauschpartnern.
Am Freitagmorgen stand schließlich der schwere Abschied bevor. Die vielen Tränen, die an diesem Morgen vorm Martinum flossen, waren ein Zeichen dafür, wie gut sich die deutschen und französischen Schüler in den zwei gemeinsamen Wochen - zunächst im April in Amiens und nun in Emsdetten - verstanden hatten. Was bleibt, sind schöne Erinnerungen an die gemeinsame Zeit. Und natürlich die Hoffnung, den Kontakt aufrecht zu halten und sich vielleicht in absehbarer Zeit noch einmal privat zu treffen.
Vor ihrem Abschied schrieben die französischen Gastschüler noch ein paar Worte über ihren Aufenthalt in Emsdetten. Hier einige Eindrücke:
