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Katharina verbringt Weihnachten in Neuseeland

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Neuseeland_5Wundervolle weiße Sandstrände, türkisblaues Meer, ein Leben ohne lange Klamotten, dafür Sonnencreme und Delfine im Meer, so sehen sonst höchstens die Sommerferien aus, aber bei mir sind es 6 Monate Neuseeland.

Hallo alle zusammen! Mein Name ist Katharina, ich bin 16 Jahre alt und ich werde im Januar 2012 die 10. Klasse des Gymnasium Martinums besuchen. Das erste Halbjahr verbringe ich in Neuseeland. Genauer gesagt nördlich von Auckland auf der Halbinsel Whangaparaoa.

Vor einem Jahr habe ich mich entschieden, für ein halbes Jahr nach Neuseeland zu gehen. Zufällig bin ich auf eine kleine Organisation gestoßen, ein deutsches Ehepaar, welches in Neuseeland wohnt und den Besuch von Schulen um Auckland herum anbietet. Nach einem Besuch meines Organisators bei uns zuhause war es endlich so weit. Ende Juli bin ich dann mit 10 Leuten nach Neuseeland geflogen. In Auckland angekommen, wurde ich von meinem Organisator zu meiner Gastfamilie gebracht. Meine Familie besteht aus meiner Gastmutter Lorraine, meinem Gastvater Bruce und meinen Gastgeschwistern Matthew (18) und Danielle (16). Außerdem wohnen noch der Freund meiner Gastschwester Samuel (20) und 3 Katzen in unserem Haus. Meine Gastfamilie ist super nett und es kann durchaus sein, dass abends um 10 Uhr noch Freunde vorbei kommen, das heißt bei mir ist immer etwas los. In meiner Zeit hier habe ich so auch schon viele Hauspartys miterlebt und die sind hier sehr witzig, laut und lang, so bin ich gegen 3 Uhr morgens erst ins Bett gekommen. Meine Gastgeschwister gehen mit mir auf eine Schule (Whangaparaoa College).

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Jeden Morgen um 8 Uhr werde ich mit dem Spruch „Wakey Wakey“ von meinen Gasteltern geweckt. Um viertel vor neun bringt mein Gastbruder Danielle und mich zur Schule. Der Unterricht geht von 9 Uhr bis 15.15 Uhr und die Schule besteht aus 10 Gebäuden, ist also größer als das Martinum. So hatte ich auch erst Schwierigkeiten mich dort zurecht zu finden, zum Glück gibt es nette "Kiwis" (Neuseeländer) die mir alles gezeigt haben und überall helfen wollen. Außerdem besitzt das College einen "internatonal room", wo wir Gastschüler uns immer an drei Personen wenden können, wenn wir mit etwas Schwierigkeiten haben oder bei etwas Hilfe benötigen z.B. Trips buchen. Ein Schultag besteht aus 4 Periodes, die jeweils 1 ¼ Stunde dauern, Tutor Group und 2 großen Pausen. Ich hatte die Fächer Mathe, English, PE, Kunst, Food technology, Fabric & Fashion und Science. Schule hat mir sehr viel Spaß gemacht, da ich viele nette Leute kennen gelernt habe, neue Fächer hatte und die Lehrer sich Zeit genommen haben, einzelnen Schülern etwas zu erklären, auch uns "international students". Außerdem konnte ich lange schlafen, obwohl ich Schule hatte. Die "Kiwis" sprechen einen sofort an und wollen etwas über Deutschland wissen und ein paar deutsche Sätze lernen. In meiner Freizeit gehe ich meistens ins Plaza, zum Leisure Centre, oder treffe mich mit Freunden und gehe vorwiegend mit denen zum Strand, da ich 2 Minuten zu Fuß von diesem entfernt wohne. Meine Abende verbringe ich oft mit meiner Gastfamilie, dann schauen wir Fernsehen oder spielen Karten.

Ein großes Highlight für mich war der Rugby Worldcup. So war ich bei der Eröffnung in Auckland, da dort eine große Party stattfand und auch beim Finale habe ich mich mit Freunden in Auckland getroffen. Und das Beste war, dass die All Blacks gewonnen haben, so wurde gefeiert und überall konnte man Feuerwerke sehen.

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In meiner Zeit hier habe ich auch Trips unternommen, so war ich unter anderem in Sydney für 4 Tage, da die Entfernung nicht so weit ist (verglichen mit der Entfernung zu Deutschland). Sydney ist eine tolle Stadt, da es dort sehr hohe und schöne Gebäude gibt, es aber trotzdem sehr grün aussieht. Die Oper dort ist einzigartig und auch die Harbourbridge war viele Fotos wert. Außerdem war ich an dem bekannten Bondi Beach schwimmen. Ein Traum war auch abends mit meinen Freunden am Hafen zu sitzen und die Aussicht auf die beleuchtende Stadt zu genießen. 4 Wochen später hatte ich dann Frühlingsferien. In der Zeit war ich in ganz Neuseeland unterwegs, da ich eine Nord & Südinseltour  gemacht habe. Neuseeland ist einfach traumhaft, so habe ich in freier Natur Delfine, Wale, Pinguine und Robben gesehen. Außerdem war ich auf der Nordinsel in vielen natürlichen Hot Pools und das Beste ist, dass durch das warme, natürliche Wasser die Haut weich wird. Damit ich nicht nur auf dem Trip in Hot Pools saß, am Strand lag und im Bus schlief habe ich auch noch sportliche Aktivitäten gemacht, unter anderem Wildwasser Rafting mit dem höchsten legalen Wasserfall (7m) und ich war im Abel Tasman National Park Kajak fahren. In diesem wunderschönen Park habe ich dann auch noch gezeltet, am weißen Sandstrand direkt am Meer. Abends waren dort außerdem sehr viele Sternschnuppen und wir haben ganz viele Glühwürmchen gesehen, einfach traumhaft. Zusätzlich habe ich noch ein wenig von der Maori Kultur kennen gelernt.

Am Anfang viel es mir schwer das (Kiwi-) Englisch zu verstehen, da sie ihre eigenen Worte haben. So schreiben sie am Ende einer E-Mail zum Beispiel „sweet as“. Nach einigen Wochen fiel es mir immer leichter, dieses zu verstehen und inzwischen verwende ich es auch schon. Für mich eine Umstellung war auch der Linksverkehr, so habe ich am Anfang in die falsche Richtung geschaut und bin einfach über die Straße gelaufen, obwohl ein Auto von der anderen Seite kam. Außerdem musste ich mich daran gewöhnen, dass es immer abends etwas Warmes zu Essen gibt und, dass meine Familie immer vor dem Fernseher isst und der Esstisch meistens mit Gegenständen voll liegt. Was hier auch durchaus passieren kann ist, dass die Kiwis im Schlafanzug oder Trainingsanzug einkaufen gehen. Eine weitere typische Sitte von den Neuseeländern ist hauptsächlich barfuss oder nur mit Socken durch die Gegend zu laufen, inzwischen liegen meine Schuhe auch vorwiegend in der Ecke rum.

Die letzten 4 Wochen hatte ich Programm von der Schule aus für die "international students", da die Kiwis Examen schreiben mussten. So waren wir zum Beispiel Surfen, Schnorcheln, Caving usw.

Jetzt genieße ich erstmal meine 6 Wochen Sommerferien und die sonnige Weihnachtszeit mit meiner ganzen Gastfamilie, so um die 30 Leute.

Insgesamt bin ich super glücklich, diese 6 Monate zu erleben mit netten Leuten und einer tollen Gastfamilie. Die Erfahrungen hier sind einfach einzigartig und die neue Kultur ist sehr interessant. Außerdem fällt es mir immer leichter, Englisch zu reden und ich habe nette Freundschaften geschlossen, auch mit deutschen "international students", die ich auf jeden Fall in Deutschland besuchen werde. Kurz gesagt, mein Traum ist war geworden!