Medienkompetenztag der Fünftklässler

Was muss ich beachten, wenn ich in Sozialen Netzwerken aktiv bin? Wie erstelle ich ein sicheres Profilfoto? Was ist Cybermobbing und wie geht man damit um? Diese Fragen standen am Dienstag vor den Weihnachtsferien im Zentrum des Unterrichts der Fünftklässler am Gymnasium Martinum. Einen Tag lang beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler in drei Workshops mit den Themen „Profilbilder“, „Soziale Netzwerke“ und „Cybermobbing“.

Und das Besondere an diesem Schultag: Diesmal waren es nicht ihre Lehrerinnen und Lehrer, die die Inhalte vermittelten. Während der Workshop „Cybermobbing“ von Birgit Kofort, der Schulsozialarbeiterin am Gymnasium Martinum, und dem Schulseelsorger, Markus Hachmann, geleitet wurden, wurden die anderen Kurse von älteren Mitschülern durchgeführt. Seit einigen Jahren bildet die Schule im Rahmen eines Verantwortungsprojekts Schülerinnen und Schüler dazu aus, ihre jüngeren Mitschüler im sicheren Umgang mit dem Smartphone zu schulen. In Zweierteams leiteten diese Medienscouts, die mittlerweile selbst die 9. Klasse besuchen, die jeweils zweistündigen Workshops für die Fünftklässler.

So informierten sie beispielsweise im Workshop „Profilbilder“ über die Regeln, die bei der Veröffentlichung von Fotos bei WhatsApp und anderen Netzwerken beachtet werden sollten. Anhand von verschiedenen Beispielen wurde herausgearbeitet, was ein gutes Profilfoto ausmacht und was unbedingt vermieden werden sollte. Nach der Erarbeitung dieser Kriterien mussten die bisher in den Netzwerken verwendeten Profilfotos dem kritischen Blick der Mitschüler standhalten. Und bei vielen Bildern wurde auf der Basis des neuerworbenen Wissen ein eindeutiges Urteil gefällt: „Das zeigt viel zu viel von dir!“, „Man erkennt genau, wo du bist!“ und ähnliche Kommentare waren keine Seltenheit.

Zudem gab es Zeit, das neuerworbenen Wissen praktisch anzuwenden und auf dem Schulhof neue, sichere Profilfotos aufzunehmen. Die Schülerinnen und Schüler fanden viele kreative Wege, nicht den ganzen Körper oder das ganze Gesicht abzulichten, aber dennoch auf den Fotos für die Freunde erkennbar zu sein. „Das hätte ich nie gedacht, dass ich in der Schule mal mein neues Profilfoto schießen würde!“, freute sich Fabius, Schüler der Klasse 5b. Und auch andere Schüler berichteten am Ende der Einheit stolz, dass sie ihr bisheriges Profilfoto direkt gegen ein sicheres Bild ausgetauscht hätten.

Am Ende des Tages waren sich die Fünfklässler einig: Fünf Sterne für den Medienkompetenztag! Und das nicht nur, weil an diesem Tag ausnahmsweise Handys im Unterricht erlaubt waren.

 

Medienkompetenztag