Fortschritt durch europäischen Austausch am Martinum: Das Gymnasium Martinum ist Erasmus+ - Schule

Der Pädagogische Austauschdienst der Kultusministerkonferenz (KMK) nahm das eingereichte EU-Projekt des Gymnasiums Martinum in das Erasmus+-Programm auf, wodurch mehrere Lehrkräfte der Fachbereiche der Naturwissenschaften und Englisch an Fortbildungen im europäischen Ausland teilnehmen können.

Bereits im vergangenen Schuljahr begannen die Vorbereitungen des Projekts. Die Motivation, den europäischen Gedanken noch stärker in das Schulleben einfließen zu lassen sowie die Unterrichtsqualität auf einem aktuellen und hohen Niveau weiterzuentwickeln, bildete die Grundlage, auf der mehrere Lehrkräfte des Martinums das EU-Projekt „Fortschritt durch Austausch“ entwickelten. Die Nationale Agentur für EU-Programme im Schulbereich bewertete das Programm mit sehr gut und gewährte somit die finanzielle Förderung von insgesamt 9 Lehrerfortbildungen im europäischen Ausland innerhalb der nächsten zwei Jahre.

Erasmusplus

Die teilnehmenden Lehrkräfte freuen sich riesig. Vier Kolleginnen der Fachschaft Englisch werden jeweils in den Sommerferien nach England oder Irland reisen, um dort an jeweils zweiwöchigen Fortbildungen in den Bereichen Sprache, aktivierende Methoden des Fremdsprachenunterrichts und der Landeskunde teilzunehmen. Zwei Kolleginnen nahmen bereits in diesen Sommerferien an einer Fortbildung teil. „Es hat riesigen Spaß gemacht, vierzehn Tage nur Englisch zu sprechen und dadurch sowie im Unterricht, sein eigenes Englisch aufzupolieren und feedback von native speakern zu bekommen. Für den eigenen Unterricht habe ich ein paar sehr effektive Methoden mitgenommen. Ich freue mich nun darauf, sie im Unterricht anzuwenden und sie mit meinen Fachkollegen zu teilen. Spannend und bereichernd war auch, mit Engländern Gespräche über den Brexit und ihre Sicht auf die EU zu führen. Es ist doch etwas ganz anderes, ob man diese Informationen der Presse entnimmt oder mit verschiedenen Menschen lebendig diskutiert.“, berichtet Ester Wappler von ihrer Fortbildung in London.

Insgesamt fünf Kolleginnen und Kollegen der Naturwissenschaften werden im Rahmen des Erasmus+-Projekts ein „Science on Stage“-Festival besuchen. „Science on Stage“ ist eine europäische Fortbildungsveranstaltung von Lehrkräften für Lehrkräfte, im Rahmen dessen erfolgreiche naturwissenschaftliche Projekte aus allen EU-Ländern vorgestellt werden. Im November dieses Jahres findet das Europäische Science on Stage in Cascais (Portugal) statt. Das Programm ist so vielfältig, dass es nicht möglich sein wird, alle Projekte und Workshops in den vier Tagen des Festivals zu besuchen. Aber die reisenden Kollegen werden sich speziell den Angeboten widmen, die für das Martinum und die jeweilige Fachschaft besonders gewinnbringend erscheinen. Das Besondere ist außerdem, dass die reisenden Kollegen sich nicht nur selbst fortbilden, sondern dass Dr. Birgit Schuh mit einer Kollegin dort auch selbst ein Projekt vorstellen wird, das im vergangenen Jahr im Rahmen des deutschlandweiten „Science on Stage“-Festivals prämiert wurde.

Schulleiterin Anne Jürgens betont: Es ist toll, dass das Gymnasium Martinum durch das Erasmus+-Projekt auf europäischer Ebene Präsenz zeigen und aktiv agieren sowie Kontakte knüpfen kann. Die Möglichkeit, dass unsere Schüler zum einen von den vielfältigen europäischen Erfahrungen der teilnehmenden Lehrkräfte und zum anderen von der fachlichen Qualitätsentwicklung des Unterrichts profitieren können, ist großartig. Vor allem aber halte ich für wichtig und zeitgemäß, dass den Schülern eine Öffnung für Europa vorgelebt wird. Ich kann mir gut vorstellen, dass diesem Erasmus+-Projekt noch weitere folgen werden.“