Fortbildung: Umgang mit Stress und Prüfungsangst am Martinum

Wie geht man als Lehrer*in damit um, wenn Schüler*innen zu viel Stress oder sogar Angst vor Klassenarbeiten oder anderem in der Schule haben? Mit diesem Thema befassten sich am Montag, den 28.10.2019 insgesamt 14 Lehrer*innen der Gymnasien aus Recke, Mettingen und aus Emsdetten in einer von Ria Kurscheidt geleiteten Fortbildung. Dabei sammelten die Teilnehmer*innen viele nützliche und hilfreiche Eindrücke.

Da sich alle Beteiligten bereits im Vorfeld der Fortbildung kannten, war die Atmosphäre überaus positiv. Als der Fortbildungstag um 8:45 Uhr begann, waren die Teilnehmer*innen trotz ihrer Vorerfahrungen - alle Anwesenden sind bereits so genannte Lerncoaches und unterstützen an ihren jeweiligen Schulen Schüler*innen mit Lernschwierigkeiten - sehr gespannt auf die Fortbildungsinhalte, denn die Themen „Stress“ und „Prüfungsangst“ werden in Beratungssituationen von Schüler*innen zunehmend angefragt.

Nach einer Einstiegsrunde wurden die Lehrer*innen darüber aufgeklärt, was genau Stress ist und wie er funktioniert - dazu gibt es so genannte ,,Stressmodelle”. Eines ist das ,,Lazarus-Modell”, was davon ausgeht, dass der Mensch, der sich einem Problem gegenübersieht, glaubt, nicht genügend Ressourcen zu besitzen, um es bewältigen zu können, woraus dann, der Theorie nach, Stress entsteht.

Anschließend wurde das Konzept der so gennannten „Stressampel“ - eines Analyseinstruments zur Ermittlung von Stresssituationen und -bereichen - erklärt und ihr Nutzen diskutiert. Auf diese Informationen und deren Reflexion folgten praktische Übungen und Gespräche über die Anwendung des erlernten Hintergrundwissens in konkreten Beratungssituationen.

Insgesamt ging es also um allgemeine Maßnahmen gegen Stress, aber auch darum, wie Stress und Stressursprünge gezielt individuell bekämpft werden können.

Daraufhin wurde das Thema Prüfungsangst ausführlich behandelt. Auch hier wurden Methoden und Maßnahmen vorgestellt und reflektiert, die Schüler*innen mit Prüfungsangst konkret helfen können.

Angesichts des gewohnt differenzierten, praxisnahen und vielfältigen Fortbildungsprogramms, das Frau Kurscheidt anbot, wurde am Ende des Tages direkt beschlossen, dass im kommenden Schuljahr die nächste Fortbildung, dieses Mal zum Thema „Konzentration“, stattfinden soll, wofür sich bereits jetzt alle Beteiligten anmeldeten.

Am Martinum hat man bereits mit den Planungen für ein Gruppencoaching zu Thema „Stress und Prüfungsangst“ begonnen, damit das Gelernte möglichst schnell denen hilft, für die es gedacht ist - den Schüler*innen.

Es besteht also die berechtigte Hoffnung, dass Betroffene durch die neuen Maßnahmen künftig weniger Stress haben und problematische Situationen besser bewältigen werden.

Lerncoaching