Q2-Geschichtskurse besuchen Ausstellung des United States Holocaust Memorial Museum Washington

Die führende Rolle Hitlers und anderen Führern der NSDAP bei der Ermordung von ca. sechs Millionen europäischen Juden ist unbestreitbar. Die Abhängigkeit dieser Täter von unzähligen anderen für die Durchführung der Rassenpolitik ist weniger bekannt. Mit dieser Thematik, nämlich der zentralen Frage, wie der Holocaust möglich war, beschäftigt sich die Ausstellung „Einige waren Nachbarn: Täterschaft, Mitläufertum und Widerstand“, die ursprünglich an amerikanisches Publikum adressiert war und anlässlich des Holocaustgedenktages 2019 ihren Weg in den Bundestag fand, von wo aus sie in insgesamt 50 deutschen Städte wandert(e). Vom 15.Januar bis 15.Februar ist die Ausstellung in den Räumlichkeiten der Bezirksregierung am Domplatz in Münster zu sehen.

Die Schüler*innen erhielten durch einen Guide der Villa ten Hompel Informationen über die Rolle der gewöhnlichen Menschen im Holocaust und die Vielzahl von Motiven und Spannungen, die individuelle Handlungsoptionen beeinflussten. Thematisiert wurde auch, was wir heute aus den Möglichkeiten und Versuchungen lernen können. Auch in außergewöhnlichen Zeiten gibt es Alternativen zu Kollaboration und Täterschaft.

Einige waren Nachbarn_1