20 Jahre Musiktheater-AG am Martinum

Timo Zinczuk, 9b, im Interview mit Frau Glasmeier

Die Musik-Theater AG des Martinums gibt es nun schon seit 20 Jahren, bald 20-mal waren Zuschauer von den Leistungen dieser AG fasziniert. Aber was ist in den letzten 20 Jahren eigentlich passiert, wo hatte die Musiktheater AG ihren Ursprung?

Um darauf Antworten zu finden, habe ich einige Fragen an Michaela Glasmeier, die Gründerin und Leiterin der Musiktheater-AG gestellt.

 

Wieso haben Sie vor 20 Jahren die Musik-Theater AG gegründet?

Weil es eine kleine Gruppe von Mädchen gab, die großes Interesse an Musiktheater hatten und mit der Bitte an mich herangetreten sind, ein Bühnenstück mit Musik einzustudieren. Die Musik-Theater AG hat also klein angefangen, ist aber mit der Zeit immer größer geworden. Außerdem sind seitdem natürlich auch Jungen hinzugekommen.

Was für Erwartungen/Hoffnungen hatten Sie?

Erstmal ging es einfach nur darum Spaß zu haben; dann haben wir gemerkt, dass es läuft und hatten die Gelegenheit, im Rahmen der Schultheatertage an den Städtischen Bühnen in Münster unser erstes Bühnenstück, das Singspiel „Till Eulenspiegel“aufzuführen. Damit fing alles an. Seitdem ist viel Zeit vergangen. Eines ist aber bis heute ungebrochen geblieben: Die Freude am gemeinsamen Proben und das Arbeiten an einem gemeinsamen Ziel!

Was hat sich seitdem verändert?

Oh, eine ganze Menge. Während die ersten Aufführungen noch in der Aula stattgefunden haben, war diese später zu klein, sodass wir seit 2003 in Stroetmanns Fabrik aufführen. Seit 2009 führen wir außerdem keine Schulmusicals mehr auf, sondern stellen uns der Herausforderung, Musicals aus dem professionellen Bereich einzustudieren und aufzuführen. Das erste war „Jesus Christ Superstar“, das wir u.a. beim Jugendkulturfestival des Kreises Steinfurt in der Stadthalle in Rheine aufgeführt haben. Seit 2004 sorgt zudem ein Licht- und Tonmeister für die notwendige technische Unterstützung.

Welches Musical hat Ihnen bisher am meisten Spaß gemacht?

Alle, denn Ziel ist es, ein Stück so umzusetzen, wie es dieses Stück fordert. Das fordert eine sehr intensive Auseinandersetzung mit einem Stück. Das fängt an mit dem Studieren der unterschiedlichen Bühnencharaktere, der Auseinandersetzung mit thematischen Inhalten, dem zeitgeschichtlichen Kontext, in dem die Handlung spielt… . Daraus entwickeln sich wiederum Ideen zur Kostüm- und Bühnenbildgestaltung und natürlich auch zur Requisitengestaltung. Während dieser Phase laufen längst die Chor- und Solistenproben, die Schauspielproben und natürlich auch die Bandproben. Das Ganze ist folglich ein Prozess der ständigen Auseinandersetzung mit einem Stück und der Weiterentwicklung von Ideen. Wenn wir uns also über einen doch recht langen Zeitraum so intensiv mit einem Stück befasst und auseinandergesetzt haben und am Ende ein Gesamtergebnis steht, lässt sich nicht mehr sagen, welches Musical am meisten Spaß gemacht hat, denn Spaß hat bisher jedes Musical gemacht.    

Wenn Sie mal wieder ein neues Musical aussuchen, nach welchen Kriterien tun Sie das dann?

Ein sehr wichtiger Faktor ist die Handlung, aber natürlich auch die Musik – gefällt das Stück? Was interessiert die Schülerinnen und Schüler, sind die Rollen in Bezug auf Alter und Talente umsetzbar?. Auch achte ich sehr darauf, wie diese Talente am besten gefördert werden können und ob das Musical technisch umsetzbar ist.

Wenn Sie daran denken dass es die Musiktheater- AG schon seit 20 Jahren gibt, was denken / fühlen Sie dann?

Es war eine lange, unglaublich schöne und erfüllte Zeit. Ich bin sehr stolz darauf, dass immer wieder so viele Schüler teilnehmen und jeden Sonntag zur Probe kommen.

 Wie geht es Ihnen vor der Premiere eines Musicals? Ich habe der Premiere des letzten Musicals mit freudiger Erwartung entgegengeeifert. Wie nehmen Sie das wahr?

Wenn endlich der große Abend bevorsteht, freue ich mich darauf und bin erleichtert, wenn alles gut klappt. Nervös bin ich nicht, eher froh , dass die doch oft stressige und in jedem Fall arbeitsreiche Zeit vorbei ist und alles gut über die Bühne geht.

Was an der Musiktheater-AG finden sie am schönsten?

 

 

Ich finde es sehr schön, dass alle über einen langen Zeitraum an einem Ziel arbeiten. Großartig finde ich auch, dass in dieser Zeit immer wieder neue Freundschaften unter euch Schülern entstehen, die keine Altersgrenzen haben. Zusätzlich gefällt es mir sehr, mit so vielen Schülern unterschiedlichen Alters zusammenzuarbeiten und dabei Talente zu entdecken und zu fördern.

 

Man hat also nicht nur Spaß, sondern man lernt auch zielstrebig zu sein und lernt neue Leute kennen. Außerdem ist es sehr schön, für sich selbst ein Talent zu entdecken und dieses zu entfalten. Meine Fragen hat diese Interview auf jeden Fall beantwortet und mir gezeigt, was sich in den letzten 20 Jahren alles so getan hat.Wenn Sie sich / ihr euch selber von dem Engagement und den Fähigkeiten der Musiktheater-AG des Martinums überzeugen wollen / wollt, sind Sie/ seid ihr ganz herzlich eingeladen, die Aufführungen unseres diesjährigen Musicals „FAME“ zu besuchen.

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