Erfolgreicher Wettbewerb Jugend forscht 2020

Ein Schuljahr lang wurde im Neigungskurs und der AG Jugend forscht unter der Leitung von Hr. Drobner und Hr. Stüper wieder getüftelt, gebastelt dokumentiert und experimentiert. Dabei sind die unterschiedlichsten Projekte herausgekommen. Am 27.2. und 28.2. war es wieder soweit und der regionale Wettbewerb in Münster stand an. Die letzten Tage vor dem Wettbewerb waren für alle Teilnehmer wiedermal sehr aufregend. Wird alles funktionieren?

Los ging es am 27.2. für die Altersgruppe bis 14 Jahre im Wettbewerb Schüler experimentieren.

Im Bereich Arbeitswelt hat Leon Ahlert einen kippbaren Anhänger gebaut, der auf Knopfdruck eine ganze Fuhre Holz abladen kann. Mit seinem Anhänger hat Leon einen dritten Platz erreicht.

In der Physik gibt es dieses Jahr zwei Projekte. Einmal die Recco-Wasserrettung von Johann Sandfort und Lutz Beckschwarte. Das Recco System wird zur Suche von Lawinenopfern gesucht. Doch funktioniert es auch unter Wasser für die Seenotrettung? Die beiden konnten in einem Experiment zeigen, dass dies auch unter Wasser funktioniert und erhielten dafür von der Jury einen 2. Platz.

Zum anderen trat Joosten Bröcker mit der ultraschallbasierten Schlagloch- und Bremsschwellenerkennung an. Damit ist ein Auto in der Lage automatisch vor Bremsschwellen und Schlaglöchern abzubremsen. Das Projekt begeisterte nicht nur die Physikjury, sondern auch die Technik und die Mathematik und Informatik Jury. Nach eingehender Beratung aller Jurys stand fest: Joosten hat den 1. Platz im Bereich Technik gewonnen und vertritt damit das Martinum im Landeswettbewerb in Essen.

Michel Negraszus hat im Bereich Technik ein intelligentes Bücherregal konstruiert. Auf Knopfdruck kann das richtige Buch aus dem Regal ausgewählt werden. Leider hatte der für die Steuerung zuständige Raspberry Pi Probleme die SD Karte mit dem Programm zu lesen. Da Michel aber ein Video des funktionierenden Projektes am Vortrag hatte, war das kein großes Hindernis und die Jury belohnte auch Michel mit einem 2. Platz.

Lukas Bröcker und Justus Westerhorstmann treten für die Chemie mit einem selbstgebaut Taschenwärmer an. Sie haben die Frage untersucht, wieso die Taschenwärmer kristallisieren und Wärme erzeugen. Leider konnten die beiden mit ihrem Experiment keinen Preis gewinnen, aber der Tag allein ist bereits Ansporn genug im nächsten Jahr mit einem neuen Experiment anzutreten.

Wir gratulieren allen Teilnehmern und wünschen Joosten viel Erfolg, wenn am 8.5. und 9.5. der Landeswettbewerb in Essen stattfindet. Wer das Projekt einmal live sehen möchte, der hat am 9.5. von 9.30 Uhr bis 11.00 Uhr im Haus der Technik in Essen dazu Gelegenheit.

Am Freitag 28.2. gingen die älteren Schülerinnen und Schüler bei „Jugend forscht“ in der Stadthalle in Münster-Hiltrup an den Start. Insgesamt nahmen 77 Teilnehmer in 56 Projekten daran teil. Die Sieger in der Altersklasse 15 bis 21 Jahren vertreten das Münsterland vom 30. März bis 1. April 2020 beim Landesfinale in Leverkusen. Leonid Zadermann zeigte der Fachjury sein Projekt einer beweglichen Ponton-Brücke. Das Prinzip der Brückenkonstruktion beruht auf dem archimedischen Prinzip und schwimmt auf dem Wasserspiegel. Er konnte sich leider mit seinem Projekt mit starken Teilnehmerfeld nicht durchsetzen, aber die Jury bestärkte ihn darin seine Idee weiterzuverfolgen und im nächsten Jahr mit einer überarbeiteten Version wieder an Jugend forscht teilzunehmen.

Überraschung gab es dennoch bei der Siegerehrung. Das Gymnasium Martinum wurde mit 1000 Euro dotierten Schulsonderpreis bedacht. Die Jury ehrte das besondere Engagement der Schule und der Lehrkräfte im Bereich der MINT-Förderung von Schülerinnen und Schülern.