Kindheit in Diktatur und Krieg - eine Zeitreise in die Vergangenheit

Am Mittwoch, den 24.06.2015, haben wir, die 5d, zusammen mit unserer Politiklehrerin das Grab von Anneliese Brockhöft und andere Kriegsgräber auf dem Friedhof in Emsdetten besucht.

Was war geschehen? In unserer letzten Unterrichtsreihe – Leben in der Diktatur – haben wir zwei Zeitzeugen des 2. Weltkriegs zu uns eingeladen. Nacheinander sind Herr Brockhöft (Opa von Eric Hugo) und Herr Ribbers (Opa von Hannah Ribbers) zu uns in die Klasse gekommen. Von ihnen lernten wir, wie grausam diese Zeit war, denn sie erzählten uns, wie eingeschränkt man als Kind leben musste.

Herr Ribbers ist seit seinem dritten Lebensjahr blind und galt daher im 3. Reich als unwertes Leben. Dadurch, dass die Nonnen, bei denen er damals in der Schule war, ihn beschützt hatten, und er zufällig in einem anderen Gebäude untergebracht war, hatte er Glück und kam bei einem der vielen Bombenabwürfen der Alliierten nicht ums Leben. Viele seiner Mitschüler hatten weniger Glück.

Kein Glück hatte die Familie von Herrn Brockhöft.

Emsdetten wurde zwar fast ganz von den Bomben verschont, aber Rheine hat viele Bomben abbekommen. Damals arbeitete seine ältere Schwester (Anneliese) und ihre Freundin in Rheine. Eines Tages, nach einem Bombenangriff, den Erics Opa mal wieder im Bunker verbracht hatte, kamen die Mädchen nicht mehr nach hause.

Beide sind bei einem Angriff ums Leben gekommen.

Sie wurden dann nebeneinander auf dem Friedhof bei den anderen Kriegsgefallenen beerdigt.

Dieses haben wir zum Anlass genommen, die Gräber der Gefallenen zu besuchen und Kerzen dorthin zu bringen.

Es war spannend zu sehen und zu erkunden, wer dort alles begraben war. Manchmal konnte man auch die Dienstgrade auf dem Grabstein lesen. Und viele sind noch jung gewesen.

Insgesamt war es ein interessanter und spannender Ausflug in die Vergangenheit.

Eure 5d

Kriegsgräber