Girls' & Boys' Day 2015

Girls'Day 2015Am Donnerstag, 23. April 2015 hat zum wiederholten Male der sogenannte Girls’ & Boys'Day stattgefunden, an dem Unternehmen, Betriebe und Hochschulen ihre Türen für Schülerinnen und Schüler ab der 5. Klasse öffnen. Hier sollen Mädchen Ausbildungsberufe und Studiengänge in IT, Handwerk, Naturwissenschaften und Technik kennenlernen, in denen Frauen bisher eher selten vertreten sind. Jungen dagegen haben die Möglichkeit, in Berufe im Sozialwesen, im Heil- und Pflegebereich sowie in der Pädagogik hineinzuschnuppern.

So haben beispielsweise Neele Hoyer und Emma Wiesner aus der Klasse 8a des Gymnasiums Martinum sich und ihre Fähigkeiten im Tischlerhandwerk getestet. In der Firma Schramm in Greven wurden den beiden Schülerinnen zunächst von Tischlermeister Dietmar Hoyer die verschiedenen Arbeitsbereiche des Unternehmens vorgestellt. Hierzu gehören Neuanfertigungen von Möbeln, Maßanfertigungen im Innenausbau, wie Dachschrägen- oder Nischeneinbauschränke, Holzbilderrahmenfertigungen oder die Restaurierung von Holzausstattungen jeglicher Art, wie z. B. Möbel, Treppen, Fenster oder Türen usw. Besonders interessant fanden Neele und Emma, dass das Unternehmen Oberflächeninstandsetzungen jeglicher Art auch direkt vor Ort beispielsweise in Hotels, auf Yachten, aber auch in Privathaushalten durchführt.

Anschließend wurden Neele und Emma durch die verschiedenen Werkstatträume und die Möbelausstellung geführt. Nach einer Sicherheitseinweisung durften die beiden dann auch selber Hand anlegen. So konnten Neele und Emma ihre Geschicklichkeit bei der Erstellung einer Holzmarketerie beweisen. Hierbei wird ein zuvor entworfenes Motiv aus verschiedenen Furnierarten wie ein Puzzle zusammengefügt und auf eine Trägerplatte geleimt, verschliffen und lackiert. Die beiden haben sich ihre Initialen ausgesucht, die sie mit Vogelaugenahorn- und Mahagonifurnier in der sogenannten Messertechnik hergestellt haben.

Girls'Day 2015

Die Firma Schramm hatten sie sich ausgesucht, weil sie gerne einmal die Arbeiten eines typischen Handwerksbetriebs kennen lernen wollten. Ob sie nach ihrer Schullaufbahn einen handwerklichen Beruf ausüben würden, konnten Neele und Emma noch nicht sagen. Alles in allem war es für die beiden Schülerinnen aber ein spannender Tag, an dem sie viel über die Vielseitigkeit des Tischlerhandwerks gelernt haben und als bleibende Erinnerung natürlich ihre Marketeriearbeiten mitnehmen konnten. Und auch die Firma Schramm hat sich gefreut, Einblicke in ihre vielfältigen Betätigungen geben zu können.