Besuch des Zeitzeugen Lazlo Schwartz

Am 27. August war Lazlo Schwartz, Zeitzeuge des Holocausts, am Gymnasium Martinum zu Gast, um mit Schülerinnen und Schülern der Q2 über seine Erfahrungen im Nationalsozialismus zu sprechen.

 

Zeitzeugenbesuch

Lazlo Schwartz, gebürtiger Ungar, wurde im Frühjahr 1944 zusammen mit seiner Familie in das Konzentrationslager Auschwitz deportiert. Der 14-Jährige überlebte als einziger seiner Familie die Hölle von Ausschwitz und wurde anschließend beim berüchtigten "Poinger Todeszug" durch einen Schuss eines SS-Offiziers schwer verletzt.

Der heute 85-Jährige lebt in New York. Seit 1984 reist er regelmäßig nach Deutschland, um in Schulen als Zeitzeuge Schülerinnen und Schüler über die NS-Vergangenheit zu informieren. Am Martinum war er nun bereits zum vierten Mal zu Gast und sprach über seine Lebenserfahrungen mit Schülerinnen und Schülern der Geschichts- und Pädagogikkurse des 12. Jahrgangs.

Zeitzeugenbesuch

Absolute Stille herrschte in der Mediothek, als Lazlo Schwartz über seine Erfahrungen im Nationalsozialismus berichtete. Aufmerksam und gleichsam betroffen folgten die Schülerinnen und Schüler seinen Ausführungen, begutachteten die von ihm mitgebrachten Bilder und stellten auch selbst Fragen, die ihr Interesse an dem Thema deutlich werden ließen. Lazlo Schwartz beantwortete jede der Schülerfragen und nutzte selbst die Pause, um mit einzelnen Schülergruppen das Gespräch zu suchen.