Anfang Februar öffneten sich die Türen der Aula des Gymnasiums Martinum für die Aufführung des Unterstufenmusicals. Wie schon 2025 entführten die jungen Schauspielerinnen und Schauspieler das begeisterte Publikum nach Lummerland und in viele andere Länder.
Jim und Lukas gingen erneut auf ein großes Abenteuer, denn die Schiffsunfälle vor Lummerland bedrohten den Frieden auf der kleinen Insel, die Meeresbewohner mussten im Dunkeln leben und auch die Seeräuberbande der Wilden 13 trieb ihr Unwesen.
Furchtlos machten sich Ella Meiners als Jim Knopf und Marten Hemesath als Lukas der Lokomotivführer auf den Weg. Ella beeindruckte mit ihrem Schauspiel, in dem sie kindliche Offenheit mit jener warmherzigen Gutgläubigkeit, die Michael Endes Figur so liebenswert macht, passend verband. Marten verkörperte den väterlichen Freund an Jims Seite mit einer beeindruckenden Ruhe, viel Herz und einer herrlichen Natürlichkeit. Ergänzt wurde das Freundesteam durch Hanna Austrup, die in der Rolle der jungen Prinzessin LiSi mit viel Power verdeutlicht, dass Mädchen ebenfalls bereit für große Abenteuer sind.
Doch es waren nicht nur die Hauptrollen, die das Publikum begeisterten. Die Siebtklässler des Profilkurses zeigten in ihren Rollen eine bunte Vielfalt, die den Charme des Stücks wesentlich prägte:
Mit herrlich viel lautstarker Energie und einer wohldosierten Portion Überforderung wurde der leicht nervöse Monarch von Frieda Winter gespielt, Antonia Golla brillierte als autoritär-witziger Kaiser von China, der an seinen Dienerinnen (Cora Eitelbach, Marla Rentmeister und Lina Ilhan) und seinem aufmüpfigen Oberbonzen Ping Pong, gespielt von Selina Peters, verzweifelte.
Wie schnell aus Angst vor dem Fremden gegenseitiger Respekt und Wertschätzung entstehen kann, zeigten der Halbdrache Nepomuk (Sadaf Amiri) und der gutmütige „Scheinriese“ Herr Tur Tur (Saga-Lucia Wonnemann).
Ob der geduldige Herr Ärmel (Fabienne Kiefer), die warmherzige Frau Waas (Greta Becker), die wohlklingende Sursulapitschi (Charlotte Kurth), Meerkönig Lormoral (Greta Bröcker) oder der Goldene Drache der Weisheit (Melina Brünenborg) - viele kleine Auftritte formten ein großes Ganzes. Die Piratenbande der Wilden 13 (Tom Postler, Matilda Winter, Enola Meschkat, Damla Alcincak) brachte Schwung und Spielfreude auf die Bühne, während die Erzählerinnen Johanna Krüger und Nele Hülskötter souverän durch die Handlung führten.
Viele weitere Piraten aus der Jahrgangsstufe 6, die an ihrer Ausbildung im Böse-Sein verzweifelten, und die herrlich komischen Unterwasserlebewesen aus dem 5. Jahrgang bildeten besonders in den großen musikalischen Chorszenen das klangliche Fundament der Aufführung.
Abgerundet und begleitet wurde der Gesang durch die mal feinfühlig, mal schwungvoll-mitreißende Band unter der Leitung von Anselm Bitz, so dass jeder in die farbige, lebendige Welt über und unter Wasser eintauchen konnte.
Der Neigungskurs Bühnenbild unter Leitung von Jill Bergmann schuf eine liebevoll gestaltete, überraschungsreiche Szenerie: von Lummerlands kleiner bunter Welt über Mandalas Palast bis hin zur rauen Szenerie der Piraten - alles wurde farbenfroh und detailreich umgesetzt.
In den Händen von Josef Beiske und Leah Krehe lag die Regie, die trotz der großen Besetzung fokussiert und immer spannungsreich blieb. Die musikalische Leitung hatte Andreas Hellner, der Chor und Band gewohnt professionell zu einer beeindruckenden Einheit formte. Merle Hemesath und Nike Dokters gestalteten beeindruckende Tanzchoreographien zum Lummerlandlied und zum neuen Ohrwurm „Mädchen sind nicht blöder“.
Am Ende der Aufführung zeigte sich, wie sehr die vielen Monate Arbeit die jungen Darstellerinnen und Darsteller zusammenwachsen ließen. Die Zuschauerinnen und Zuschauer erlebten nicht nur ein Musical, sondern ein Gemeinschaftswerk voller Herz, Humor und kreativer Energie. Das macht Mut und Lust auf neue Abenteuer.



