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HospizMeetsArt – Das „haus hannah" stellt sich und den ausgeschriebenen Wettbewerb am Gymnasium Martinum vor

HospizMeetsArt – so lautet der Titel des Projekts anlässlich des 20-jährigen Bestehens des „haus hannah“ in Emsdetten. Da der StreetArt-Wettbewerb mit dem Motto „Leben und Sterben“ sich insbesondere an Jugendliche und junge Menschen bis 27 Jahre richtet, hat das Hospiz auch die Schulen der Umgebung angeschrieben und die Schüler*innen zum Mitmachen aufgefordert.

Darüber hinaus gibt es vom „haus hannah“ das Angebot, dass Mitarbeiter*innen des Hauses an die Schulen kommen, um dort mit den Kindern und Jugendlichen über das Thema „Sterben“ allgemein und die Arbeit im Hospiz insbesondere ins Gespräch zu kommen. Dieses tolle Angebot haben auch die Schüler*innen der Jahrgangstufe 9 des Gymnasiums Martinum angenommen. Sie alle hatten sich im Religionsunterricht bzw. in Praktischer Philosophie bereits mit dem Thema „Sterben und Tod“ auseinandergesetzt und sich über das „haus hannah“ informiert und waren deshalb sehr gespannt auf den Besuch der Hospizmitarbeiterin Birgit Wältring.

Informiert wurden die Jugendlichen in insgesamt zwei Schulstunden zum Beispiel darüber, was sterbende Menschen brauchen. Zu unterscheiden seien dabei die soziale, die körperliche, die psychische und die spirituelle Dimension, lernten die Schüler*innen. Im Hospiz gehe man auf alle Bedürfnisse der Gäste ein, erklärte Birgit Wältring, zum Beispiel auf die sehr wichtigen Wünsche, in den letzten Lebenstagen und -wochen keine Schmerzen mehr zu haben und nicht alleine sterben zu müssen. Die Hospizmitarbeiterin berichtete auch sehr anschaulich davon, dass einige Gäste zunächst persönliche Dinge zu Ende bringen wollten, z.B. Freunde oder Familienmitglieder noch einmal sehen, bevor sie loslassen und sterben könnten.

Zum Schluss des Besuchs konnten die Schüler*innen der Stufe 9 auch noch viele Fragen rund um die Arbeit in einem Hospiz stellen. Über die Finanzierung und die Kosten eines Hospizplatzes, zu den Emotionen der Hospizmitarbeiter*innen, die immer mit dem Tod in Berührung kommen, bis hin zum Umgang mit Sterbenden und deren Ängsten reichten die Fragen der Jugendlichen.

Nach dem Vortrag zeigten sich die Schüler*innen sehr beeindruckt. Die meisten von ihnen konnten sich nicht vorstellen, in einem Hospiz zu arbeiten, und viele 9.-Klässler erklärten, ihnen gehe das Thema doch sehr nahe und sie hätten einige Berührungsängste.

Am Ende des Besuchs stand dann das Angebot von Birgit Wältring, nochmals zum Martinum zu kommen, um gemeinsam mit den Schüler*innen über kreative Umsetzungen des Themas „Leben und Sterben“ zu sprechen und zusammen an den Skizzen für den Wettbewerb zu arbeiten.

Mit einem herzlichen Dankeschön für die gelungene Kooperation und die Idee für den Wettbewerb verabschiedeten sich die Schüler*innen der Stufe 9 und die vier Lehrkräfte bei Birgit Wältring.

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