Am 20.02. fand die Preisverleihung der 3. Pädagogikolympiade der Universität Bielfeld mit dem Thema „Wie wollen wir lernen?“ statt. Unser Olympiabeitrag bestand in einer Art Videodokumentation über unseren selbstgestalteten Lernprozess zum von uns ausgewählten Lehrplaninhalt „symbolischer Interaktionismus nach G. H. Mead“.
Hierzu haben wir von unserem Kurslehrer Heiko Friedrich die Möglichkeit erhalten, dass wir den Lernprozess selber gestalten konnten, so wie wir es für richtig hielten. Unser Lernprozess kennzeichnete sich insbesondere durch offene, für jeden individuell zugeschnittene Lernarrangements aus. Zu Beginn des Prozesses haben wir versucht, mit möglichst wenig Textarbeit und vielen Lernvideos zu arbeiten, was sich aber im Verlaufe des Lernprozesses änderte und wir uns selbstbestimmte Lesemöglichkeiten schafften; jeder fand im Schulgebäude seinen Platz, um möglichst unbeschwert und in Ruhe lesen zu können. Immer wieder haben wir uns zu Zwischenreflexionen zu unserem methodisch didaktischen Vorgehen und zu den behandelten Inhalten getroffen. All diese Phasen filmten wir und schnitten sie final zusammen. Um informativ zu bleiben, haben wir die Filmsequenzen immer wieder durch eingeblendete Theorie- und Reflexionsinhalte unterbrochen. Um sicherzustellen, dass unser Lernprojekt auch erfolgreich war, haben wir uns abschließend selber getestet und sowohl viele Stärken als auch Schwachstellen herausgefunden.
Die Veranstaltung am 20.02. gestaltete sich so, dass am Vormittag wissenschaftliche Beiträge zur zentralen Fragestellung gehalten wurden, die sich immer wieder auf Beispiele der über 130 eingereichten Beiträge bezogen. So wurde unser Beitrag z.B. von Prof. Hurrelmann abschließend als ein sehr gutes Beispiel herangezogen, das alle zuvor thematisierten Fachbeiträge überzeugend zusammenfasse; hierzu kam er im mit 1100 Gästen gefüllten Audimax extra zu uns, um uns den Anwesenden zu präsentieren.
In der von Tobias Kammer (Smartwärts) und Prof. Dr. Bauer gehaltenen Laudatio zu unserem 1. Platz in der Kategorie „Video und Social Media“ wurde der hohe Grad an Selbstreflexion explizit hervorgehoben. Herr Kammer sagte, dass das Eingestehen von Schwachstellen und Erkennen von Fehlern eigentlich schüler*innen- und studierendenuntypisch und dies etwas ganz Besonderes an unserem Beitrag gewesen sei. Auf die von Prof. Bauer gestellte Frage, was er gemacht habe, um uns zu solchen Ergebnissen zu bringen und Kolleginnen und Kollegen weiterempfehlen würde, antwortete unser Kurslehrer: „Ich habe dem Kurs die Zeit gegeben, mich im Hintergrund gehalten, zugehört, an der ein oder anderen Stelle gezielt vertiefende Fragen gestellt und ganz wichtig: dem Kurs mein Vertrauen geschenkt.“
Nach diesem sehr inspirierendem Veranstaltungstag machten wir uns abschließend glücklich auf den Heimweg nach Emsdetten.

