Im Rahmen einer Exkursion untersuchte der Biotopkurs des Gymnasiums Martinum die Wasserqualität des Emsdettener Mühlenbachs. Gemeinsam mit Frau Dr. Schuh, Frau Borghoff und dem Schüler Henri Strickmann (EF) machten sich die Schülerinnen und Schüler auf den Weg zum Bach, um verschiedene Gewässerparameter zu bestimmen.
Vor Ort führten die Teilnehmenden eigenständig Messungen der Leitfähigkeit sowie des Sauerstoffgehalts und der Sauerstoffsättigung durch. Außerdem wurden die Konzentrationen von Nitrit, Nitrat, Ammonium und Orthophosphat sowie der pH-Wert bestimmt. Dabei kamen verschiedene Messgeräte und Testverfahren zum Einsatz, die von den Schülerinnen und Schülern unter Anleitung selbstständig bedient wurden.
Die Messungen ergaben insgesamt ein eher kritisches Bild. So lag die Sauerstoffsättigung bei lediglich 35 Prozent, der Sauerstoffgehalt bei 3,15 Milligramm pro Liter und der pH-Wert bei 5,75. Bei der anschließenden Auswertung wurden die Leitfähigkeit und die Sauerstoffsättigung als übermäßig belastet eingestuft. Der biochemische Sauerstoffbedarf erreichte die Bewertungsstufe kritisch belastet, während Ammonium, Nitrat und Orthophosphat als mäßig belastet bewertet wurden. Lediglich die Temperatur und der Nitritwert lagen im Bereich wenig belastet. Eine mögliche Erklärung für die insgesamt auffälligen Ergebnisse könnten die hohen Temperaturen der vorangegangenen Tage sein, durch die viel Wasser verdunstet war und sich die Wasserqualität verändert haben könnte.
Obwohl die angewendeten Methoden nicht dem Standard exakter Laboruntersuchungen entsprechen, lässt sich eine grobe Einschätzung des Zustandes des Mühlenbachs am vergangenen Donnerstag daraus durchaus ableiten.
Die Messwerte werden wie stets auch an das Umweltamt der Stadt Emsdetten übermittelt, das die Untersuchung des Mühlenbachs jährlich mit einem Zuschuss für die Anschaffung der notwendigen Reagenzien unterstützt.
Die Exkursion bot den Schulerinnen und Schulern die l Gelegenheit, ökologische Untersuchungsmethoden praktisch kennenzulemen und ihr Wissen direkt in der Natur anzuwenden. Mit großem Interesse führten sie die Messungen durch und sammelten wertvolle Erfahrungen im Umgang mit naturwissenschaftlichen Untersuchungsverfahren.






